Das laute Schweigen der Kriegsenkel

Schweigen in der Kommunikation

Es steht im Alten Testament: „Ein jegliches hat seine Zeit (…) Schweigen hat seine Zeit, Reden hat seine Zeit“ (Prediger/Kohelet 3, 1-17). Was selbstverständlich scheint, ist heutzutage keineswegs mehr selbstverständlich. Da sprechen und lärmen die Dümmsten am lautesten. Und die Weisen hüllen sich in Schweigen. Aber ist Schweigen tatsächlich Gold?

„Das laute Schweigen der Kriegsenkel“ weiterlesen

Kriegsenkel und ihr innerer Krieg

Bombenstimmung oder?

Innerer Krieg? Bei uns? Kriegerische Metaphern sind Teil unserer Sprache. Sie sind uns meistens nicht bewusst, aber was sagen sie über unser Unbewusstes aus? Die Anregung für diesen Artikel verdanke ich einem Post auf FB (Gaby, vielen Dank dafür). Wer Lust hat, einen kurzen Überblick über die Verwendung der Lingua militans, der Militärsprache, zu bekommen, kann einen Artikel der ZEIT aus 1966 (!) zu dem Thema lesen.

„Kriegsenkel und ihr innerer Krieg“ weiterlesen

Wollen und Dürfen – Probleme der Kriegsenkel

Ich darf… oder?

Unklare Fragen im Zusammenhang mit den eigenen Bedürfnissen scheinen ebenfalls typische Probleme der Kriegsenkel-Generation zu sein. Diese Menschen können ihre eigenen Wünsche oft gar nicht benennen. Und schon gar adäquat dafür eintreten. Schuldgefühle folgen meistens auf dem Fuße. So flüchten viele Kriegsenkel*Innen in emsige Aktivität, auch im Privatleben. Nach dem Motto: Bloß nicht mit sich allein sein! Denn dann kommen die Ahnungen der vernachlässigten Selbstfürsorge gepaart mit den Schuldgefühlen hoch. In meinem Buch Traumakinder gehe ich darauf intensiv ein.

„Wollen und Dürfen – Probleme der Kriegsenkel“ weiterlesen

Schuldgefühle – Schuld ohne Schuld?

Woher kommen unsere Schuldgefühle?

Schuldgefühle entstehen, wenn wir Normen und Gebote verletzen. Sie erfüllen insofern eine soziale Funktion. Unsere jeweilige Bezugsgruppe bestimmt quasi die Regeln, die also gemeinhin als Ethik oder Moral gelten können. Auf der Mikroebene ist diese Gruppe die Familie, also anfangs die Eltern und Geschwister, später der Partner und eigene Kinder. Die Mesoebene stellen Verwandte, Freunde, Schule, Arbeitsplatz etc. dar. Schließlich finden sich auf der Makroebene „Gesellschaft und Staat“. Schuldgefühle sind eine Art innerseelischer Sanktion, die Schuld und Strafe vorwegnimmt. Sie stehen dabei mit dem Gewissen in Verbindung, das das Wissen um die (mögliche) Regelübertretung und deren Folgen darstellt.

„Schuldgefühle – Schuld ohne Schuld?“ weiterlesen

Negative Glaubenssätze der Kriegsenkel

Negative Glaubenssätze behindern die Selbstverwirklichung

In der kognitiven Verhaltenstherapie werden Überzeugungen, die dysfunktional wirken, als negative Kognitionen bezeichnet. Negative Glaubenssätze werden quasi verinnerlicht und stellen eine Art „Glaube an die Welt und mein Dasein in ihr“ dar. Sie wirken sich meistens hinderlich auf die persönliche Entfaltung und Selbstverwirklichung aus. Dabei sind Menschen mit negativen Glaubenssätzen nicht notwendig erfolglos oder gescheitert. Oftmals verfolgen sie (materielle) Ziele konsequent und unnachgiebig. Ein typisches Beispiel für einen Glaubenssatz, der zu äußerlichem Erfolg führen kann, ist: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.

„Negative Glaubenssätze der Kriegsenkel“ weiterlesen