Empathie – vom Leiden und Fühlen

Leiden wir durch Empathie?

Empathie ist ohne Zweifel sozial erwünscht. Kein noch so narzisstischer Egomane wird sich offen dazu bekennen, dass er/sie rücksichtslos und unbarmherzig „über Leichen geht“. Vielmehr gilt Empathie als eine soziale Schlüsselkompetenz, die Erfolg und Zufriedenheit im Leben (was immer dies sei) verspricht. Umso erstaunlicher ist es, dass es an einem wirklichen Konsens über Bedeutung und Definition fehlt. Nicht nur wissenschaftlich, auch in der Alltagspsychologie ist der Begriff Empathie in aller Munde, aber klar umrissene Inhalte finden sich oft nicht.

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Narzissten – die zweite Generation

Unter den Kriegsenkeln finden sich viele Narzissten der zweiten Generation. Und das, obwohl sie selbst oftmals unter ihren narzisstischen Eltern litten. Wie kommt es dazu? Ihre Eltern, die Kriegskinder, haben durch die Ereignisse um 1945 häufig ein Bindungstrauma erlitten. Nach Sichtung der Literatur gehe ich von etwa 10 -20 % der von 1938 bis 1948 Geborenen aus, immerhin sind das mindestens zwei Millionen Menschen!

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Nazismus. Ein Grund für Narzissmus?

Hat die mangelhafte Aufarbeitung der Nazi-Zeit zu einem Aufblühen des Narzissmus in unserer Gesellschaft geführt? Eine sicherlich provokante These, deren Für und Wider ich hier etwas näher beleuchten möchte. Die nationalsozialistische Ideologie übte eine enorme Anziehungskraft auf Bevölkerungsteile aus, die sich „vom Leben zurückgesetzt“ fühlten. Und derer gab es viele durch die historische Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg. Besetzte oder abgetretene Reichsgebiete. Entmachtete Militärs. Abschaffung der Adelsprivilegien. Wirtschaftskrise mit rasanter Geldentwertung und Vermögensumverteilung. Eine Arbeiterschaft, die sich als neue Kraft sah und nicht mehr bereit war, für „alles die Zeche zu zahlen“.

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