Ärzte im Dritten Reich

Wie Ärzte im Dritten Reich unser Urvertrauen zerstörten

Eigentlich wollte ich nur ein wenig im Netz stöbern, als ich dann doch – wie so oft – wieder zu „meinem“ Kriegsenkel- und Trauma-Thema fand, diesmal auf Umwegen. Und in Form der Rolle der Ärzte im Dritten Reich. Nun gehöre ich ja, wie manche wissen, auch diesem Berufsstand an. Und gerade deshalb stehe ich in der Verantwortung, mich mit der Funktion der Ärzteschaft während der Nazi-Herrschaft intensiv auseinander zu setzen.

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Wer kennt eigentlich Klabund ?

Klabund und der Krieg

Wenn wir an die deutsche „große Literatur“ zum Ersten Weltkrieg denken, kommt uns meist Remarque mit „Im Westen nichts Neues“ in den Sinn, aber wer bitte schön ist Klabund? Mit dem bürgerlichem Namen Alfred Georg Hermann Henschke wurde Klabund 1890 geboren. Er entschied sich früh, als Schriftsteller zu arbeiten. Bereits in Jugendjahren erkrankte er an schwerer Tuberkulose und gehörte somit zu den schwindsüchtigen Literaten seiner Zeit, die – in Ahnung ihres frühen Ablebens – einen irrwitzigen Schaffensprozess auf dem Vulkan ihres Lebens tanzten.

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Das deutsche Trauma als Chance?

Können Kriegsenkel*Innen ihr Trauma als Chance begreifen?

Was haben ein Völkermord und die tibetische Tonglen-Meditation miteinander zu tun? Auf den ersten Blick: nichts. Auf den zweiten Blick: eine Menge. Tonglen ist eine Meditations-Form des tibetischen Buddhismus. Einfach ausgedrückt (Kenner der Materie mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen) geht es um die Transformation des Leids der Welt. Das Leiden und die mit ihnen verbundenen Gefühle werden aufgenommen. Und den Mitwesen (ausdrücklich allem, was lebt!) wird Mitgefühl zuteil. Schließlich sendet die/der Meditierende Licht, Segen, Gutes aus. Letztlich erinnerte mich dies an das christliche Herzensgebet (auch Jesus-Gebet genannt).

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Berichte von Zeitzeugen

Warum sind Berichte von Zeitzeugen wichtig?

Berichte von Zeitzeugen vermitteln recht authentisch Stimmungsbilder. Dabei ist für uns heute kaum entscheidbar, was wahr oder falsch ist. Geschichte entsteht für das Individuum im Entwurf der eigenen Geschichte. Fakten können – absichtlich oder unabsichtlich – vertauscht, ausgelassen und uminterpretiert werden. Letztlich können nur die Rahmenbedingungen auf ihre Glaubwürdigkeit hin geprüft werden. Man möge sich vorstellen, einen Zeitzeugen der Geschehnisse von 1933 bis 1945 zu befragen, ob er/sie „ein Nazi“ gewesen sei. Wir würden auf eine solche Frage schwerlich eine „historisch korrekte“ Antwort erhalten.

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Zeitzeugen aus dem Netz

Berichte von Zeitzeugen – wertvolle Dokumente

Ich habe die Schilderung eines Zeitzeugen (Jahrgang 1921) im Netz gefunden. Dieser Mann war im Krieg und kehrte zurück. Er erlebte als 24jähriger, dass sein Vater vor den Trümmern seiner Existenz stand. Nicht etwa, weil alles zerbombt, geplündert oder requiriert war. Nein, Werner Morks Vater war als Parteimitglied der NSDAP von der sogenannten Entnazifizierung durch die Siegermächte betroffen. Unter anderem durften politisch Aktive (dazu zählte man ehemalige Parteigenossen) keine öffentlichen Lokale führen. Die Erzählung von Werner Mork (in Auszügen, voller Text unter dem Link):

„Der Ex-Parteigenosse und ich, sein Sohn“

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