Das Buch Traumakinder

Das Buch Traumakinder ist ab 16.02. 2017 im Handel erhältlich.

Buch Traumakinder Bestseller Buch Kriegsenkel        Als Print oder eBook !

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Warum ich das Buch Traumakinder geschrieben habe

Spätestens seit den Büchern von Sabine Bode sind die Themen Kriegskinder, Kriegsenkel und Vererbtes Trauma im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Das Feuilleton der Presse berichtet darüber. Auch Biografien und Romane sind dazu erschienen. Im Fernsehen beschäftigen sich Dokumentationen, Talkshows, aber auch schon Spielfilme mit diesen Inhalten. Die Darstellung gelingt – so auch die einhellige Meinung vieler Betroffener – mal recht gut und mal misslingt sie gründlich.

Ich habe bereits seit den 1990er Jahren als Arzt, TCM- und EMDR-Therapeut Kontakt zu Menschen, die heute als „Kriegsenkel“ gelten. Zunächst schienen die Betroffenen mit ihren Beschwerden unklassifizierbar, die Medizin hatte damals kein Krankheitsbild für sie. Sie wiesen Elemente einer posttraumatischen Störung auf, ohne jedoch selbst direkt traumatisiert zu sein. So wurden viele Betroffene schlichtweg unter der Diagnose „Depression“ geführt.

Heute sieht dies anders aus. Wir wissen, dass Trauma-Anteile vererbt sein können. Nicht nur chronischer Stress verändert unsere Regulationssysteme, sondern unverarbeitete Traumata hinterlassen „Spuren“ im Gehirn und bei der Gen-Expression. Hinzu kommen die Lerneffekte aus unserer Umgebung im Rahmen der Sozialisation. Die oben angedeutete Beschäftigung mit dem Thema droht aber auch zu einer Flut halb- oder gar inkompetenter Berichterstattung zu werden. Wir müssen aufpassen, dass dieses ernste Thema nicht zu einer „Mode“ verkommt. Unsere Zeit ist ja anfällig für dieses Phänomen…

Was ist anders beim Buch Traumakinder?

So habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ein Sachbuch zu schreiben, dass die Kriegsenkel-Thematik nicht nur ernst nimmt, sondern auch weiter fasst. Kriegsenkel*Innen sind keinesfalls einfach überspannt, gelangweilt oder gar des Lebens überdrüssig. Sie ringen mit der Frage nach eigener Identität. Sie wollen sich quasi verorten in einer Welt des beständigen Wandels (schon dies scheint paradox). Anhand meiner Praxiserfahrungen möchte ich den Leser*Innen Einblicke gewähren in das komplexe Feld seelischen Erlebens. Dabei finden sich zentrale Aspekte immer wieder. Immens wichtig ist die gestörte Kommunikation zwischen zwei (oder mehr) Generationen. Nach dem Krieg wurde oftmals geschwiegen. Wenn überhaupt, dann wurde verharmlosend oder auch beschönigend über die NS-Zeit gesprochen. Belanglosigkeiten machten Aufarbeitung bis in die 1980er Jahre oftmals unmöglich.

Die im Buch Traumakinder beschriebenen Menschen sind wahrhaft Trauma-Kinder. Viele Kriegskinder, die zwischen 1930 und 1945 Geborenen, waren direkt einem traumatischen Erleben ausgesetzt. Und ihre Nachkommen, die Kriegsenkel, tragen häufig ein schweres – und unbekanntes – Erbe in sich.

Mein Buch Traumakinder ist kein nüchternes Sach- oder Fachbuch. Die Fakten habe ich eingebettet in die Lebensgeschichten „ganz normaler Menschen“. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass auch ein Teil meines Selbst in diesem Buch steckt. Insofern ist das Buch Traumakinder eine gemeinsame Seelenreise. Manche werden Anteile von sich oder von Angehörigen wieder erkennen. Und ich hoffe, dass dies ein grundsätzliches Verständnis fördert. Unklare Ängste, mangelnde Impulskontrolle, fehlende Abgrenzung und ein Zuwenig an Selbstfürsorge sind keine psychische Krankheit. Sie können Ausdruck eines transgenerationalen Traumas sein. Verstehen fördert auch das Sprechen über diese Probleme und Nöte. So wird zukünftig – hoffentlich – die Kommunikationsstörung zwischen den Generationen überwunden werden.

Das Buch Traumakinder (ISBN: 978-3-431-03989-4) ist ab 16.02.2017 im Buchhandel erhältlich. Eine Vorbestellung ist bereits jetzt möglich. Online erhalten Sie das Buch als Print- und eBook-Ausgabe z.B. bei folgenden Händlern:

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